Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Gera-Ostthüringen

Lange Wartezeiten bremsen Radverkehr

In Deutschland warten Radfahrende am längsten auf Werkstatt-Termine. Das ist ein Ergebnis des Shimano-Reports. 65 Prozent der Befragten gaben auch an, dass sich die Sicherheit von Kindern im Radverkehr nicht verbessert habe.

Nahaufnahme eines Fahrradlaufrads mit silbernen Speichen vor weißem Hintergrund. Eine Hand greift von oben in die Speichen und justiert mit einem schwarzen Werkzeug die Nabe in der Mitte des Rads. Rechts ist das Ventil des Reifens zu sehen.
Laut dem aktuellen Shimano-Report sind lange Wartezeiten für Service-Termine das größte Hindernis für Radfahrende in Deutschland. © Jens Lehmkühler

Der Komponentenhersteller Shimano hat im Herbst 2025 untersucht, wie Menschen in Europa das Radfahren erleben. Die Ergebnisse für Deutschland zeigen: Es gibt zwar genug Werkstätten, aber nur wenige freie Termine.

Fast die Hälfte aller Menschen in Deutschland, die ein Rad besitzen, berichtet von Schwierigkeiten bei der Wartung. Am häufigsten gaben sie an, dass sie zu lange auf eine Reparatur warten müssten (33 Prozent). Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf dem letzten Platz. In anderen Ländern fehle es an Werkstätten oder an Geld.

Die Daten zeigen Unterschiede zwischen den Generationen: 65 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 35 Jahren gaben an, auf Hindernisse bei der Wartung zu stoßen. Bei der Gruppe über 65 Jahren waren es 28 Prozent.

Der Terminmangel hat direkte Folgen: Ein Fahrrad, das nicht funktioniert, wird nicht genutzt. Rund 25 Prozent gaben an, deshalb seltener Radzufahren. 22 Prozent steigen auf das Auto oder Bus und Bahn um.

Sicherheit für Kinder stagniert

Neben der Situation der Werkstätten beleuchtet der Report auch die Infrastruktur. Hier sehen nur 41 Prozent der Menschen in Deutschland Verbesserungen in ihrem direkten Umfeld. 

Besonders kritisch sehen die Befragten die Sicherheit für Kinder: 65 Prozent stimmen der Aussage nicht zu, dass Radfahren für Kinder im letzten Jahr sicherer geworden ist. Der Report nennt kinderfreundliche Radwege als wichtigsten Punkt, um ihre Sicherheit zu erhöhen.

Shimano befragte vom 4. bis 29. September 2025 jeweils rund 1.000 Menschen in 25 europäischen Ländern online. Die Stichprobe ist repräsentativ gewichtet.


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