Radrundfahrt durch Altenburg mit Politik und Verwaltung

 

Nachholbedarf bei den Verkehrswegen für Radfahrer

 

Bei einer Rundfahrt mit dem Fahrrad durch Altenburg zeigten Aktive des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Kreisverband Gera-Ostthüringen, dem Altenburger Oberbürgermeister Neumann, einigen Stadträten und Mitarbeitern der Verwaltung auf, dass die Stadt noch Nachholbedarf bei den Verkehrswegen für Radfahrer hat.
Lücken im Radverkehrsnetz, unklare Verkehrsführungen und Oberflächen, die das Radeln zu einer Rüttel- und Schüttelpartie werden lassen, gehörten zu den Kritikpunkten. Der ADFC forderte Verbesserungen insbesondere im Rahmen des ohnehin anstehenden neuen Verkehrskonzepts. Etwa im Straßenzug Gabelentzstraße -Rosa-Luxemburg-Str. bestehe kein Bedarf an der zweistreifigen Einbahnführung. Eine Radverkehrsführung in Gegenrichtung für eine Achse Innenstadt – Bahnhof / Windischleuba sei ohne nennenswerten baulichen Aufwand machbar, statt den Radverkehr mit Schrittgeschwindigkeit und über im Winter vereiste Wege durch die Grünanlage am Pauritzer Teich zu führen.
Seitens der Verwaltung wurde eingeräumt, dass an etlichen Stellen die sichere Führung des Radverkehrs bisher nicht mit bedacht worden sei und Baumaßnahmen, wie etwa der vorgesehene Kreisel Kauerndorfer / Offenburger Allee daraufhin noch überprüft werden müssten. Auch der Oberbürgermeister meinte, ortsansässige Radfahrer benutzen eher die Wallstraße – einer der Hauptkritikpunkte der Altenburger Radfahrer – anstelle der Führung des Städtekettenradwegs durch die Hinterhöfe an der Frauengasse. Um gefährliche Drängelsituationen und Nichteinhaltung von Abständen bei Überholvorgängen zu vermeiden, regte der ADFC für die Wallstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung an.
Angesichts steigender Benzinpreise und der nötigen Energiewende bietet ein höherer Radverkehrsanteil eine wichtige Perspektive. Gefordert wurde eine institutionalisierte rechtzeitige Beteiligung kompetenter Interessenvertreter in Form einer kommunalen Arbeitsgruppe Radverkehr, wie sie sich in vielen anderen Städten seit Jahrzehnten bewährt hat. „Aber jedenfalls freuen wir uns über die große Resonanz aus Politik und Verwaltung und die Teilnahme des Oberbürgermeisters an dieser ersten Aktion“, meinte Claudia Döhler vom ADFC in Altenburg.

 


https://gera-ostthueringen.adfc.de/neuigkeit/radrundfahrt-durch-altenburg-mit-politik-und-verwaltung

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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